Schpker & Dorgeist

Schrottpreiszuschläge Drucken

       

Da von der Entwicklung stark schwankender Schrottpreise nicht nur die Träger produzierenden Hersteller, sondern alle auf Elektrostahlbasis fertigenden Stahlproduzenten betroffen sind, haben folglich Hersteller anderer Produkte wie z.B. von Qualitätsstab- und Edelbaustahl ebenfalls Schrottpreis-zuschläge/Schrottpreiskorrekturbeträge eingeführt, die sich ebenfalls in Abhängigkeit von den Schrottpreisen auf- oder abbauen. Auch die Zuschläge dieser Hersteller werden von Stahlhandlungen neben denen für Legierungen in ihren Rechnungen separat ausgewiesen.

 

Einer der maßgeblichen deutschen Produzenten für Qualitäts- und Edelbaustahl sowie Feder- und Wälzlagerstähle, die Georgsmarienhütte, hat bisher ihren Schrottpreiszuschlag quartalsweise angepasst. Das Unternehmen hat diese Verfahrensweise aufgegeben und verändert den Schrottpreiszuschlag seit Herbst 2004 monatlich. Der hierzu gewählte Berechnungsmodus ist transparent: er ist unter gmh.de/s682.html beschrieben. Die für den jeweiligen Monat geltenden Schrottpreiszuschläge sind unter gmh.de/s680.html abrufbar. Da auch andere Stahlproduzenten von dieser Entwicklung gleichermaßen betroffen sind, dürfte sich deren Erhebung des Schrottpreiszuschlages in vergleichbarer Höhe darstellen.

 

Seit einiger Zeit ist eine dynamische Entwicklung der Schrottpreise zu beobachten. Als Folge dieser Entwicklung ergibt sich für die auf Schrottbasis arbeitenden Erzeuger von Langprodukten dabei zunehmend das Problem, sich sehr kurzfristige verändernde und nur beschränkt zu beeinflussende Kosten bei der Bildung ihrer Verkaufspreise angemessen zu berücksichtigen. Die Arcelor hat sich daher entschlossen, einen Schrottpreiszuschlag einzuführen. Diesem Vorgehen haben sich zwischenzeitlich andere Produzenten wie z.B. die Peiner Träger GmbH angeschlossen.

Der Berechnung der Schrottpreiszuschlages legt Arcelor eine transparente Berechnungsweise zugrunde. Danach wird ein aus den Preisen für drei Schrottsorten in fünf europäischen Teilmärkten ermittelter Durchschnittswert zugrunde gelegt, der um jeweils 10 EUR nach oben und unten abweichen kann, ohne dass es zur Berechnung eines Zu- oder Abschlages kommt. Die Bandbreite wo es zu keiner Berechnung eines Schrottpreises kommt, liegt zwischen 85 und 105 EUR. Jede Über- oder Unterschreitung dieser Bandbreite führt zu einem entsprechendem Zu- oder Abschlag, der regelmäßig etwa 3 bis 5 Werktage vor Monatsende bekannt gegeben wird und für den nächsten Monat gelten soll.

Die Erfahrung mit diesem, seit November 2003 bestehenden dynamischen Modell zeigen, dass Stahlhandlungen diese zusätzlichen Kosten in Form des an die Werksveröffentlichungen angepaßten Systems, also als separater Zuschlagposten in den Rechnungen, an ihre Kunden
weiter geben. Vom System her ist diese Vorgehensweise nicht unbekannt. Bei Edelstählen besteht diese als sog. Legierungszuschlag seit vielen Jahren; dieser Zuschlag wird ebenfalls separat berechnet.

Die dieses Zuschlagssystem praktizierenden Werke veröffentlichen den jeweils aktuellen Schrottpreiszuschlag auf Ihren Internet-Seiten. Wir möchten hierauf verweisen.

 

 

 

 

 

 

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